Die Geschichte des Hauses.
Schon immer mit Kultur, Kunst und Handwerk verbunden.


Die heutige Landeshauptstadt Magdeburg kann auf eine lange Tradition als “Kunststadt” zurückblicken. Im Jahre 1793 von Regierungsrat Wilhelm Vangerow als Zeichenschule eröffnet, galt die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg über viele Jahre hinweg als eine der bedeutungsvollsten gewerblichen Kunstschulen und war mit 360 Schülern zeitweise sogar eine der schülerreichsten.

Ins Leben gerufen als reine Zeichenschule, wurde die Ausbildung schnell auf die Bereiche Handwerk, Dekorationsmalerei und sogar Modedesign und grafische Gestaltung erweitert, wobei die Zeichenkunst jedoch immer deutlich im Mittelpunkt blieb.

Maler, Autoren, Schriftsteller - die Kunstgewerbe- und Handwerksschule Magdeburg hat eine Vielzahl von bekannten Persönlichkeiten aus der kreativen Welt hervorgebracht. Zu den bekanntesten Absolventen gehören Wilhelm Danz, Maryan Žurek, Johann Sass und der Schriftsteller Erich Weinert, der später selbst Lehrer an der Kunstschule wurde.

Und der künstlerische Geist scheint noch heute weiterzuleben. Dort, wo einst Kupferstecher, Dekorationsmaler und Autoren ihrem Handwerk nachgingen und “ihren Kunstfleiß zu fördern lernten”, besteht heute ein Ort der Kreativität und des gestalterischen Austauschs.

Ein Streifzug
durch die Vergangenheit.


  • Seit 2015

    Entwicklung zum Kreativzentrum Magdeburg.


    deko
  • 1995 - 2015

    Nutzung durch die Hochschule Magdeburg-Stendal als Lehr- und Verwaltungsgebäude.

  • 1963 - 1995

    Nutzung des Gebäudes als pädagogische Hochschule und Ingenieurschule für Bauwesen.*

  • 1947 - 1963

    Fachschule für angewandte Kunst*

  • 1794

    Ab 1794 erhielt die Schule einen bescheidenen staatlichen Zuschuss. 1796 durfte sie dann bereits, nach Anerkennung durch die Regierung und die Berliner Akademie, den Titel „Königlich Magdeburgische Provinzial-Kunstschule“ führen.

    Die Schule war als Sonntags- bzw. Abendschule tätig. Ziel war die auf die gewerbliche Praxis bezogene Darstellung geschmackvoller Gegenstände des täglichen Gebrauchs, wobei nach der Ansicht der damaligen Zeit nicht der eigene Entwurf im Vordergrund stand, sondern die Nachahmung der insbesondere von der Berliner Akademie empfohlenen Vorschläge und Zeichnungen.*

  • 1793

    Die Gründung der Schule geht auf das Jahr 1793 zurück. Regierungsrat Wilhelm Vangerow eröffnete am 6. Oktober 1793 im Saal des freiwilligen Arbeitshauses im Magdeburger Breiten Weg eine Zeichenschule.

    Die Aufsicht über die als Kunstschule firmierende Einrichtung übte eine Gesellschaft patriotischer Männer ohne Unterschied des Standes aus, die durch Vangerow geleitet wurde.*

* Weitere Informationen siehe Wikipedia